
Tausende demonstrieren für Haaner Krankenhaus
Die Haaner kämpfen für ihr Krankenhaus. Am Samstag (14.10.) sind nach Angaben der Polizei gut 3.500 Menschen für den Erhalt des St. Josef-Krankenhauses, aber auch der umliegenden Kliniken in Hilden und Solingen auf die Straße gegangen.
Veröffentlicht: Sonntag, 15.10.2023 08:59
Die Demonstranten zogen am Mittag vom St. Josef-Krankenhaus zum unteren Neuen Markt, wo es eine Kundgebung gab. Die Demo sei ein wichtiger Schritt gewesen, der auch nicht der letzte war, so Haans Bürgermeisterin Bettina Warnecke. Man werde auch noch vor dem Kölner Erzbistum demonstrieren. Denn der Betreiber der Krankenhäuser in Haan, Hilden und Solingen, die insolvente K-Plus-Gruppe, ist ein Unternehmen in katholischer Trägerschaft. Am Ende müsse sich zeigen, ob sich ein neue Investor für das Haaner St. Josef-Krankenhaus finden lasse. Man werde alles dafür tun, um diesen Schritt zu unterstützen, so Warnecke.
Unterstützung aus den Nachbarstädten
Unter den gut 3.500 Demo-Teilnehmern waren unter anderem auch Mitarbeiter der K-Plus-Gruppe. Auch Bürger aus umliegenden Städten hätten laut Bürgermeisterin Warnecke am Haaner Protest teilgenommen. Genauso wie die Bürgermeister aus Hilden und Erkrath, Claus Pommer und Christoph Schultz. Weil Erkrath selbst kein Krankenhaus hat, ist hier die Sorge aktuell groß, dass die Wege in einem medizinischen Notfall noch länger werden könnten. In Hilden hatten am vergangenen Wochenende bereits mehrere tausend Menschen für den Erhalt des dortigen Krankenhauses demonstriert. Die Demo in Haan an diesem Samstag (14.10.) wurde von einem Bündnis aus mehereren Parteien ins Leben gerufen.