
Spionage im Raum Köln - Jetzt ermittelt die Bundsanwaltschaft
Gegen einen vor zwei Wochen in einem Düsseldorfer Hotel festgenommenen Türken ermittelt jetzt die Bundesanwaltschaft. Es lägen "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte" dafür vor, dass der Mann für den türkischen Geheimdienst Informationen über Anhänger der Gülen-Bewegung im Raum Köln gesammelt habe.
Veröffentlicht: Samstag, 02.10.2021 08:53
Das sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Die Ermittler werfen dem 40-Jährigen geheimdienstliche Agententätigkeit vor.
Der Mann war am 17. September bei einem Großeinsatz festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Bisher hatte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft in dem Fall ermittelt, wegen des Verdachts der Verabredung zu einem Verbrechen. Einsatzkräfte hätten Schriftstücke entdeckt, die auf eine Gefährdung bestimmter Personen hätten schließen lassen. Die Betroffenen seien von der Polizei kontaktiert und gewarnt worden. Zu möglichen Anschlagsplänen, die zeitweise ebenfalls im Raum gestanden hatten, teilte die Bundesanwaltschaft nichts mit. Der türkische Präsident Erdogan wirft der Gülen-Bewegung vor, für einen Putschversuch 2016 verantwortlich zu sein.