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Schlösser- und Burgentag
© Achim Blazy
Schloss Linnep
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Schlösser- und Burgentag

In Ratingen gibt es Ende August eine besondere Möglichkeit, die Stadtgeschichte zu erleben. Im Rahmen des 750-jährigen Stadtjubiläums wird es einen Schlösser- und Burgentag geben.

Veröffentlicht: Donnerstag, 30.07.2026 13:43

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Die Stadt weist darauf hin, dass Anmeldungen dafür ab sofort möglich sind. Insgesamt sieben Schlösser und Burgen gibt es in Ratingen. Sechs davon kann man im Jubiläumsjahr besichtigen – und zwar am 30.August. Eine seltene Gelegenheit, denn alle befinden sich in Privatbesitz. Den Schlösser- und Burgentag veranstaltet die Ratinger Denkmalschutzbehörde gemeinsam mit den Eigentümern.

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Infos zur Anmeldung

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Interessierte können sich zu allen Führungen bis zum 20. August per E-Mail anmelden: denkmalschutz@ratingen.de. Dabei geben sie bitte das gewünschte Objekt, die Uhrzeit sowie die Anzahl der teilnehmenden Personen an.

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Wasserburg Haus zum Haus

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Die markante Wasserburg vor den Toren der Stadt ist längst ein Wahrzeichen Ratingens. Ein erstes Bauwerk stand hier bereits im frühen Mittelalter. Um die Zeit der Stadterhebung tauchten Adelige namens „vom Haus“ urkundlich auf. Die wohl im 13. Jahrhundert entstandene Burganlage diente ihnen als Stammsitz und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Die Kernanlage der heutigen Burg stammt aus dem 14. Jahrhundert. 1972 fiel die verfallene Burg an die Stadt Ratingen, die sie ein Jahr später an das Architektenpaar Bruno und Dr. Christa Lambart verpachtete – mit der Auflage, sie denkmalgerecht zu restaurieren. Für diese Leistung wurden die Lambarts mehrfach ausgezeichnet. 2003 gründeten sie eine Kulturstiftung, die bis heute junge Musiker fördert und regelmäßig Konzerte veranstaltet.

Am Schlösser- und Burgentag führt Burgherrin Dr. Christa Lambart um 11 Uhr durch Teile der Anlage und erzählt dabei auch manche „Geschichte von der Burg“.

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Schloss Linnep

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Schloss Linnep in Breitscheid blickt auf eine vermutlich mehr als 1000-jährige Geschichte zurück. Bis ins 15. Jahrhundert war es Sitz der Ritter von Linnep. Im 18. Jahrhundert entstanden Herrenhaus und Vorburg der Wasserburganlage neu. 1855 übernahmen die Grafen Spee Schloss Linnep, bis heute ist es Wohnsitz der Familie (heute von Ketteler).

Eine Führung mit dem Hausherrn durch die Außen- und Nebenanlagen beginnt um 12:30 Uhr. Anschließend bietet Pfarrer Matthias Weber-Ritzkowsky von der Ev. Kirchengemeinde Linnep eine Besichtigung der Waldkirche an.

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Haus Gräfgenstein

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Hoch über der Anger, im Eggerscheidter Nordhang, thront Haus Gräfgenstein. Die mittelalterliche Ritterburg wurde vermutlich im 13. Jahrhundert von den Grafen von Berg erbaut, um einen Flussübergang zu überwachen. Die Anger nördlich der frisch gebackenen Stadt Ratingen war damals Grenzfluss des gräflichen Territoriums. Über die Geschichte der Burg ist nur wenig bekannt. Wahrscheinlich war sie lange Sitz der Ritter von Eggerscheidt, später wechselten die Eigentümer mehrfach. Heute dient die Burg mit ihrer Hofanlage als landwirtschaftliches Gut.

Am 30. August öffnen die Eigentümer von 12 bis 16 Uhr ihre Tore. Mehrere Kurzführungen ermöglichen einen Blick hinter die sonst verschlossenen Mauern.

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Haus Anger

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Knapp drei Kilometer weiter flussaufwärts steht Haus Anger unauffällig auf einer Wiese im Tal. Der Rittersitz aus Bruchstein dient heute als Wohnhaus. Eine erste urkundliche Erwähnung betrifft den Erwerb eines Hofes Anger durch den Abt des Klosters Werden im Jahr 1148. Mutmaßlich war die kleine Burg später Sitz eines Ritters von Angern.

Bei einer Führung um 14 Uhr erfahren Besucher mehr über die Geschichte des idyllisch gelegenen Rittersitzes.

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Rittergut Volkardey

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Unweit des Silbersees liegt das ehemalige Rittergut Volkardey, das im 15. Jahrhundert erstmals als „Volkardeien“ erwähnt wurde. Im 18. Jahrhundert entstand das von einem Wassergraben umgebene Herrenhaus neu. Die Hofanlage umfasst mehrere Wirtschaftsgebäude sowie eine Wassermühle am Schwarzbach, die 1820 erneuert wurde und heute als Wohnhaus dient. Eine Backsteinmauer umschließt das gesamte Anwesen. Die Eigentümerfamilie Leuchten hat das Rittergut in den vergangenen Jahren umfassend und denkmalgerecht saniert.

Eine Führung durch die Außenanlagen beginnt am Schlösser- und Burgentag um 11 Uhr.

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Schloss Landsberg

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Ein Juwel unter Ratingens Denkmälern liegt versteckt im Wald hoch über dem Ruhrtal bei Kettwig. Schloss Landsberg ist eng mit der Ratinger Stadterhebung verbunden: Sein Grundstein wurde 1276 gelegt, und das war kein Zufall. Graf Adolf V. von Berg ließ die Grenzfeste gleichzeitig mit der Stadterhebung Ratingens errichten, um sein Territorium zu sichern und den Ruhrübergang bei Kettwig zu kontrollieren. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Eigentümer mehrfach, und die Burg wurde immer wieder umgestaltet. 1903 erwarb der Industrielle August Thyssen das Schloss und ließ es im Stil des Historismus umfassend restaurieren und ausbauen. Nach seinem Tod 1926 wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt. Seit 1992 dient es der ThyssenKrupp AG als Seminarstätte. Zuvor war das Schloss unter denkmalpflegerischer Begleitung aufwendig restauriert und in den Zustand von 1904 zurückversetzt worden.

Bei Führungen um 14 und 15:30 Uhr können Besucher nachvollziehen, wie August Thyssen vor mehr als 100 Jahren auf Schloss Landsberg lebte.

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