
Monheim zu Greensill
Die Stadt Monheim zieht ein Resümee aus den verlorenen Millionen, die sie bei der Greensill-Bank angelegt hatte. Die externe Prüfung habe ergeben, dass die Stadt nicht falsch gehandelt habe, sie wolle aber ihr Finanzmanagement überarbeiten, heißt es.
Veröffentlicht: Freitag, 17.09.2021 03:44
"Vor Betrug, wie in diesem Falle, könne man sich nicht schützen", so Monheims Bürgermeister Zimmermann. Hätte man im Dezember 2020 über die Information verfügt, die man heute habe, hätte die Stadt das Geld niemals bei Greensill angelegt. Laut des Rechnungsprüfungsausschusses konnte kein Fehlverhalten von Seiten der Stadt festgestellt werden; man wurde getäuscht. In Zukunft wolle man nicht nur das Rating der Bank, sondern auch ihre Bilanzsumme berücksichtigen und Geld nur noch bei vergleichsweise großen Banken anlegen. 100-Prozentige Sicherheit gebe es allerdings nie, so Zimmermann.
Die Stadt Monheim hatte bei der Greensill-Bank 38 Millionen Euro angelegt. Die Finanzaufsicht Bafin hatte die Bank Anfang März geschlossen; Mitte März wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.