
Kreis Mettmann warnt vor Kosten beim Notruf
Im Kreis Mettmann könnte ein Notruf künftig teuer werden. Und zwar dann, wenn Krankenkassen bestimmte Rettungseinsätze nicht mehr übernehmen wollen.
Veröffentlicht: Freitag, 05.12.2025 06:37
Davor warnt der Kreis Mettmann. Betroffen seien Einsätze, bei denen Patientinnen und Patienten vor Ort versorgt werden können und ein Transport ins Krankenhaus doch nicht nötig ist. Solche "Fehlfahrten" machen derzeit rund 22 Prozent aller Rettungswagen-Einsätze bei uns im Kreis Mettmann aus. Wenn die Kassen nicht zahlen, fehlen den Städten jährlich Millionen, sagt der Kreis. Da der Rettungsdienst gesetzlich kostendeckend arbeiten muss, könnten Kommunen gezwungen sein, Betroffenen solche Einsätze direkt in Rechnung zu stellen - oft im hohen dreistelligen oder vierstelligen Bereich. Ob die Versicherten das Geld später von ihren Krankenkassen zurückbekommen, sei ungewiss. Der Kreis warnt vor einer Verunsicherung: Niemand solle aus Angst vor Gebühren zögern, die 112 zu wählen. Land und Bund müssten gesetzlich klarstellen, dass auch Behandlungen vor Ort vollständig finanziert werden, damit die Notfallversorgung kostenfrei bleibt.