
Kreis ME antwortet auf Corona-Fragen
Der Kreis Mettmann hat zusammenfassend auf die wichtigsten Fragen rund ums Thema Corona geantwortet. Befriedigend sind die Antworten für einige aber noch immer nicht.
Veröffentlicht: Dienstag, 11.05.2021 04:52
Im Internet wird unter anderem kritisiert, dass der Inzidenzwert nicht rückwirkend korrigiert wurde. Der Vorwurf: An der Inzidenz hängen viele Corona-Erleichterungen. Schulen beispielsweise hätten mit bereinigten Werten gegebenenfalls öffnen können. Dem widerspricht der Kreis Mettmann: Der für die Schulöffnung maßgebliche Inzidenz-Schwellenwert von 165 wäre nicht unterschritten worden. Vor allem nicht an den erforderlichen fünf aufeinanderfolgenden Tagen.
Der Kreis hat auch Stellung zum Vorwurf genommen, er habe ein zu langsames Impf-Tempo. Der Kreis Mettmann sei da nicht schlechter als andere Kommunen. Es werde alles verimpft, was man an Impfstoffmengen zugewiesen bekomme und bemühe sich weiterhin um zusätzliche Kontingente. Diesen Monat erhalte der Kreis deshalb 13.200 Impfdosen mehr als im Impferlass des Landes vorgesehen. Allerdings: Andere Kommunen mit beispielsweise großen Krankenhäusern bzw. Kliniken bekommen noch mehr Impfstoff. Und der Kreis bemängelt, dass bei der Impfstoffverteilung außer Acht gelassen werde, dass hier bei uns mehr alte und vorerkrankte Menschen leben als in den meisten anderen Kommunen.
Und der Kreis Mettmann sagt: Es gibt es keine ausgesprochenen Corona-Hotspots. Man könne die Zahlen nicht anhand eines Ansteckungsherdes ausmachen. Das Infektionsgeschehen sei nach wie vor sehr diffus und erstrecke sich vor allem auf den privaten bzw. familiären Bereich, heißt es vom Kreis. Zwar habe es zuletzt einige Ausbrüche in Flüchtlingsunterkünften gegeben, die seien aber nicht ausschlaggebend für die hohe Inzidenz. Sie war zuletzt so hoch, weil es personelle Engpässe und technische Probleme eines Labors gab. Dadurch entstanden große Rückstände bei der Meldung von Infektionsfällen an das Robert-Koch-Institut. Die Zahlen wurden aufgearbeitet; die Inzidenz war deshalb mit einem Wert von über 200 deutlich höher als im Rest des Landes. Heute liegt die Inzidenz laut RKI bei 193,0.