
Kontrollen gegen Schrottimmobilien in Velbert
In Velbert kontrollieren Behörden heute auffällige Wohnungen. Dabei geht es unter anderem um mögliche Schrottimmobilien, Mietwucher und Sozialbetrug.
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In Velbert laufen am Donnerstag (24.09.) Kontrollen gegen mögliche Schrottimmobilien, Mietwucher und Sozialbetrug. Die Stadt ist Teil einer landesweiten Kontrollaktion in insgesamt sechs NRW-Städten. Nach Angaben des NRW-Bauministeriums überprüfen mehr als 100 Mitarbeitende verschiedener Behörden rund 120 auffällige Wohneinheiten. Neben Velbert finden die Kontrollen in Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen und Krefeld statt.
Mietwucher und Sozialbetrug im Fokus
Die Behörden prüfen unter anderem, ob Menschen in schwierigen Lebenslagen zu überhöhten Mieten in unzumutbaren Wohnungen leben müssen. Außerdem geht es um den Verdacht, dass Bewohner möglicherweise nur zum Schein in Häusern gemeldet wurden, um Sozialleistungen zu beziehen. An den Kontrollen sind verschiedene Behörden beteiligt, darunter auch die Bundesagentur für Arbeit.
NRW plant mehr Möglichkeiten für Kommunen
Hintergrund ist auch der Umgang mit sogenannten Schrottimmobilien in NRW. Bei früheren Kontrollen waren nach Angaben des Landes unter anderem gesundheitsgefährdende Zustände und schwere Brandschutzmängel festgestellt worden. Die NRW-Landesregierung hat zudem ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Kommunen mehr Möglichkeiten gegen ausbeuterische Vermietungspraktiken geben soll. Vorgesehen sind unter anderem ein Gütesiegel „Faire Unterkunft“ und in besonders problematischen Fällen als letztes Mittel auch die Enteignung von Immobilien.