
Kirche arbeitet sexualisierte Gewalt auf
Die Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann und Niederberg haben in den vergangenen Monaten eine umfassende Untersuchung zu sexualisierter Gewalt durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 16.501 Personalakten aus dem Zeitraum seit 1945 überprüft.
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Untersuchungsergebnisse
Untersucht wurden die Personalakten von Mitarbeitenden und Pfarrern der beiden Kirchenkreise, einschließlich aller Kirchengemeinden und angeschlossenen Kindertagesstätten. Ein externes Team aus Expertinnen und Experten hat seit Dezember 2025 die Akten gesichtet. Dabei wurden insgesamt 18 Hinweise oder Verdachtsmomente gefunden.
Die Fälle stammen aus unterschiedlichen Bereichen. Die Hinweise wurden nun zur weiteren Prüfung an das Landeskirchenamt weitergegeben. Frank Gartmann hat im Gespräch mit Radio Neandertal erläutert, aus welchen Bereichen die Verdachtsfälle kommen.
Schutzkonzepte und Präventionsmaßnahmen
Die beiden Kirchenkreise werten die Ergebnisse der Untersuchung derzeit aus. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Schutzkonzepte, Präventionsmaßnahmen und Schulungen weiterzuentwickeln. Ziel ist es, mögliche Hinweise auf sexualisierte Gewalt künftig früher zu erkennen und konsequent darauf zu reagieren. Gleichzeitig sollen potenzielle Täter abgeschreckt und vom Zugang zu den Kirchenkreisen ferngehalten werden.
„Leider müssen wir uns der Tatsache stellen, dass wir Taten niemals gänzlich vermeiden werden können. Vor allem darum ist es uns wichtig auch die Sensibilität zu erhöhen und damit eine allgemeine Achtsamkeit innerhalb der Kirchenkreise zu erzeugen, die Täter:innen abschreckt.“ - Rainer Kaspers, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann