
Kindswohlgefährdung: Möglicher Anstieg könnte verzögert kommen
Im Pandemie-Jahr 2020 haben die Jugendämter im Kreis Mettmann weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen als noch im Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen hervor, die jetzt die Landestatistiker vorgelegt haben. Und das obwohl Kinder es während der Pandemie vermutlich schwerer hatten.
Veröffentlicht: Mittwoch, 30.06.2021 14:07
Experten gehen davon aus, dass Kindeswohlgefährdungen während der Pandemie stark zugenommen haben. Das belegen die offiziellen Zahlen bisher zwar nicht, allerdings gehen die Experten von einer hohen Dunkelziffer aus. Aufgrund der Corona-Lage habe es vielerorts weniger Hausbesuche und persönlichen Kontakt der Behörden zu Familien gegeben, heißt es. Kreisweit wurden im vergangenen Jahr insgesamt 146 Kinder in Obhut genommen - 48 weniger als im Jahr zuvor und so wenige wie seit über sieben Jahren nicht mehr. Hauptgründe waren eine Überforderung der Eltern und die Vernachlässigung von Kindern, sagen die Landesstatistiker.