
Flüchtlingsgipfel: Nur ein Tropfen auf den heißen Stein
Die Städte im Kreis fühlen sich mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen überfordert - genau wie die meisten Kommunen und Kreise Deutschlands. Der Bund will deshalb Kasernen und andere Immobilien für die Unterbringung von Geflüchteten zur Verfügung stellen.
Veröffentlicht: Dienstag, 11.10.2022 13:35
Der zusätzliche Platz dürfte den Städten im Kreis aber kaum zugute kommen. 56 Immobilien mit deutschlandweit insgesamt 4.000 Plätzen will der Bund den Kommunen jetzt verfügbar machen. Zum Vergleich: Seit Kriegsbeginn sind etwa eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Selbst mit den neuen Immobilien zusammen stellt der Bund nur rund 68.000 Plätze zur Verfügung. Auch die Städte hier im Kreis müssen den Großteil der Flüchtlinge bislang selbst unterbringen und verpflegen. Die zusätzlichen 4.000 Plätze bundesweit werden ihnen voraussichtlich kaum helfen. Die ebenso wichtigen Finanzierungsfragen blieben auch nach dem Flüchtlingsgipfel ungeklärt.
Anfrage sagten uns etwa Hilden und Velbert, die Mittel des Bundes reichten bei weitem nicht aus, um ihre Kosten zu decken. Aus Velbert heißt es außerdem: Wenn vorsorglich Plätze geschaffen werden mussten, die dann aber leer bleiben, werde das nicht vom Bund refinanziert.