
"Erkrath ehrt" das Ehrenamt
Die Stadt Erkrath hat sich mit "Erkrath ehrt" für das ehrenamtliche Engagement in der Stadt bedankt.
Veröffentlicht: Montag, 20.11.2023 11:18
Der "Integrationspreis", der "Heimat-Preis" und "Erkrath dankt" haben am Wochenende zum ersten Mal an einem Abend stattgefunden. Rund 300 geladene Gäste aus Kultur und Sport, Gesellschaft, Wirtschaft sowie Politik waren vor Ort in der Stadthalle. Hier hatte sich unter anderem Bürgermeister Christoph Schulz bei den Menschen bedankt, die sich ehrenamtlich einbringen.
Integrationspreis
Der diesjährige Integrationspreis wurde dabei erstmals post mortem verliehen: Irmtrud Piegeler erhielt diese besondere Anerkennung für ihr außergewöhnliches Engagement zur Integration von geflüchteten Menschen in Erkrath. Als Gründungsmitglied des „Freundeskreises für Flüchtlinge“ prägte sie jahrelang die tägliche Beratungs- und Betreuungsarbeit des Vereins und gab Menschen, die aufgrund von Krieg, politischer Verfolgung oder aus wirtschaftlicher Not nach Erkrath kamen, eine Perspektive sowie neuen Lebensmut. Ehemann Gerd Piegeler nahm die Ehrung verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro stellvertretend für seine bereits verstorbene Frau entgegen.
Heimat-Preis
Für seinen beispiellosen Einsatz für Natur und Menschen wurde Hans Bordel mit dem ersten Platz des Heimat-Preises und einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet. Der Initiative des Erkrathers ist es zu verdanken, dass in den 1980er Jahren die Planung der vierspurigen Umgehungsstraße entlang der Bebauung im Alt-Erkrather Süden am Römerweg aus dem Verkehrsplan des Landes NRW gestrichen und stattdessen der Bau der S-Bahn forciert und 1988 dem Verkehr übergeben wurde. Mit zahlreichen Unterschriftaktionen und der Gründung der „Bürgerinitiative L508“ trug er aktiv zum Landschaftsschutz und Erhalt des Naherholungsgebietes in und um Erkrath bei.
Über Platz zwei und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro durfte sich Renate Diefenbach freuen. Seit mehreren Jahren setzt sie sich mit ihrem freiwilligen Engagement für ein sauberes Stadtbild ein und befreit Wiesen, Wege und Parks von wildem Müll.
Der dritte Platz des Heimat-Preises sowie ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro ging an das Ehepaar Angelika und Richard Voges. Mit ihren zahlreichen gesammelten Geschichten, Orden und Bildern im Erkrather Karnevals-Archiv bewahren sie ein wertvolles Kulturerbe für die Folgegenerationen und ermöglichen Interessierten schon heute, in zahlreichen alten aber auch jüngeren Erinnerungen stöbern und
lachen zu können.
Erkrath dankt den Ehrenamtlichen
Im dritten und letzten Ehrungsblock wurde all den Menschen gedankt, die seit mehr als zehn Jahren ihr freiwilliges Engagement einbringen, um Vereine und Verbände zu beleben, gemeinnützige Projekte möglich zu machen oder private Initiativen zu realisieren. Der Ehrung „Erkrath dankt den Ehrenamtlichen“ ging im September ein medialer Aufruf voraus, entsprechende Personenvorschläge in der Abteilung Kultur ∙ Sport einzureichen oder sich selbst zu melden.
Rund 100 Ehrenamtliche kamen so zusammen und wurden herzlich zur Feierstunde in der Stadthalle eingeladen. Unter dem Applaus des Publikums wurden die einzelnen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler namentlich verlesen und auf die Bühne gebeten, um dort neben Urkunde und Rose ebenso die Erkrather Ehrenamtskarte, überreicht in einem feierlichen Etui, entgegenzunehmen.



