
Der Tag im Kreis Mettmann (30.06.2026)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.06.2026 13:08
Mettmann stoppt Neueinstellungen
Die Stadt Mettmann stellt wegen ihrer angespannten Finanzlage erstmal kein neues Personal ein. Ab sofort werden alle derzeit unbesetzten und künftig freiwerdenden Stellen zunächst nicht mehr besetzt, teilt Bürgermeister Bär mit. Bereits laufende Bewerbungs- und Auswahlverfahren sind davon nicht betroffen. Ausnahmen soll es dort geben, wo gesetzliche Pflichtaufgaben erfüllt werden müssen. Das betrifft unter anderem Kitas sowie den Brand- und Rettungsschutz. Der Rat soll im zweiten Halbjahr entscheiden, welche der seit Jahren unbesetzten Stellen dauerhaft gestrichen werden. Hintergrund ist die schwierige Haushaltslage der Stadt Mettmann. Es gibt eine Finanzierungslücke von rund 20 Millionen Euro.
Arbeitsmarkt bleibt stabil
Im Kreis Mettmann zeigt sich der Arbeitsmarkt weiter stabil. Im Juni waren nach Angaben der Arbeitsagentur 18.863 Menschen arbeitslos gemeldet – das sind vier mehr als im Mai. Positiv ist, dass die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zurückgegangen ist. Die Arbeitsagentur spricht dennoch von einer angespannten wirtschaftlichen Lage. So gibt es derzeit weniger offene Stellen als in den vergangenen Monaten. Gleichzeitig sind aber noch viele Ausbildungsplätze unbesetzt.
Zu wenig barrierefreie Wohnungen
Im Kreis Mettmann sind viel zu wenige Wohnungen altersgerecht. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das Pestel-Institut vorgelegt hat. Von den mehr als 250.000 Wohnungen im Kreis sind demnach nur rund 13.700 so gebaut, dass ältere Menschen darin ideal leben können. Damit bieten nur rund fünf Prozent aller Wohnungen hier bei uns den Standard, der nötig ist, um mit körperlichen Einschränkungen oder auch als Pflegefall darin alt zu werden. Der Kreis Mettmann hat laut dem Pestel-Institut einen enormen Nachholbedarf - gerade mit Blick auf die geburtenstarken Baby-Boomer-Jahrgänge, die schon im Ruhestand sind oder kurz davor. Die Wissenschaftler fordern von der Bundesregierung finanzielle Zuschüsse, damit Wohnungen seniorengerecht umgebaut werden können.