
Der Tag im Kreis Mettmann (19.08.2022)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.08.2022 22:00
Kreis bereitet sich auf Gasmangel vor
Der Kreis Mettmann bereitet sich auf einen möglichen Gasmangel vor. Die Kreispolitiker wurden gestern informiert, wie der Kreis Mettmann aktuell aufgestellt ist. Fallen Heizungen aus, hätte man derzeit kaum Möglichkeiten einzugreifen. Hier versucht man aktuell noch bei den Versorgern an Daten zu kommen, welche Häuser genau mit welchen Heizungsarten ausgestattet sind. Das wurde bei älteren Häusern nicht zentral erfasst oder gemeldet. In Einrichtungen wie Krankenhäusern müsste bei Netzausfällen ein Notbetrieb sichergestellt werden. Für solche Fälle hat der Kreis eine mobile Anlage mit 100 Kilowatt Leistung beschafft.
Rund 4.000 Zuzüge aus der Ukraine
Seit Beginn der Ukraine-Kriegs sind etwa 4.000 Ukrainer in den Kreis Mettmann geflüchtet. Das zeigt der aktuelle Sachstandsbericht des Ausländeramts im Kreis Mettmann. Der Großteil von ihnen hat inzwischen Aufenthaltsrecht bekommen. Allerdings gibt es einige bürokratische Hürden durch die Bezirksregierung. So würden laut Ausländeramt des Kreises nachträgliche Auflagen geschaffen. Außerdem erwarte man Herausforderungen durch das so genannte Chancenaufenthaltsrecht, auf das etwa 1.100 Ukrainer im Kreis Anspruch hätten.
Vor dem Krieg wurden viele Gasheizungen verbaut
In den Jahren vor dem Ukraine-Krieg und der jetzigen Gasknappheit sind bei uns im Kreis viele Neubauten noch mit Gasheizungen ausgestattet worden. Zwischen 2016 und 2020 wurden hier im Kreis Mettmann zwei Drittel der neuen Wohngebäude mit Gasheizungen ausgestattet. NRW-weit waren es nur im Kreis Warendorf mehr als bei uns. Und auch in knapp der Hälfte aller neuen Nicht-Wohngebäude - wie Fabriken, Büros, Krankenhäuser oder Hotels - hatte man sich in den Jahren vor dem Ukrainekrieg für Gasheizungen entschieden. Aus der Industrie ist Gas ebenfalls nicht wegzudenken: Fast die Hälfte der Betriebe, die dazu Angaben machten, heizen mit Gas.
Landrath Hendele fällt längere Zeit aus
Landrat Thomas Hendele fällt aus gesundheitlichen Gründen für längere Zeit aus. Es habe einen ernsten medizinischen Vorfall gegeben, heißt es aus dem Kreishaus. In den nächsten Wochen werde sich der Landrat in Reha begeben. Hendeles Aufgaben als Behördenchef der Kreisverwaltung und als Leiter der Kreispolizeibehörde übernimmt bis auf weiteres Kreisdirektor Philipp Gilbert. Thomas Hendele ist 68 Jahre alt und seit 23 Jahren Landrat des Kreises Mettmann.