
Der Tag im Kreis Mettmann (15.07.2026)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.07.2026 15:30
Rat beschließt Gewerbegebiet „Große Feld“ in Velbert
Nach jahrelanger Debatte soll in Velbert das Gewerbegebiet „Große Feld“ entstehen. Das hat der Rat der Stadt Velbert Dienstagabend (14.07.) mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Geplant ist das Gewerbegebiet an der Langenberger Straße. Es soll neue Firmen nach Velbert locken und nach Einschätzung der Stadtverwaltung die Wirtschaft beleben. Gegner der Pläne hatten immer wieder vor negativen Folgen für Hochwasserschutz und Artenschutz gewarnt und vor dem Oberverwaltungsgericht Münster geklagt. Die Stadtverwaltung sieht keine alternativen Flächen für ein neues Gewerbegebiet. Entscheidend für die Mehrheit im Stadtrat war eine Kehrtwende der SPD.
Kreis Mettmann entscheidet über Hitzeaktionsplan
Der Hitzeaktionsplan für den Kreis Mettmann soll Donnerstag (16.07.) die nächste Hürde nehmen. Nach dem Gesundheits-Ausschuss soll jetzt auch der Kreistag über den Maßnahmen-Katalog abstimmen. Ziel des Plans ist vor allem der Schutz besonders gefährdeter Gruppen an sehr heißen Sommertagen. Zum Hitzeaktionsplan gehört unter anderem eine spezielle Website des Kreises mit Informationen zum Umgang mit großer Hitzebelastung. Dort gibt es auch eine Karte mit Orten, an denen man sich abkühlen kann. Die Seite ist unter hitze.me erreichbar. Außerdem sind ein kreisweites Entsiegelungskonzept und verschiedene Begrünungsmaßnahmen geplant. Dadurch sollen die Städte im Kreis mehr Regenwasser speichern und sich nicht so stark aufheizen.
IG BAU fordert flexiblere Renten-Übergänge im Kreis Mettmann
Beschäftigte in harten Berufen sollen aus Sicht der IG BAU im Kreis Mettmann flexibler in Rente gehen können. Die Gewerkschaft beruft sich auf Zahlen der Arbeitsagentur: Von rund 5.850 Menschen im Bau-Bereich im Kreis seien nur etwa 240 älter als 63 Jahre. Für die IG BAU zeigt das, dass viele Beschäftigte auf dem Bau nicht bis zum regulären Rentenalter durchhalten. Maurer, Dachdecker, Kanal- und Straßenbauer machten harte körperliche Arbeit, sagt Tino Brüning von der IG BAU Düsseldorf. Die Gewerkschaft fordert deshalb, die Rente stärker an den „Härtegrad der Arbeit“ anzupassen. Kritik kommt auch an Plänen, die Rente mit 63 abzuschaffen. Das würde laut IG BAU auch viele Menschen im Bau im Kreis Mettmann treffen. Die Gewerkschaft appelliert deshalb an die heimischen Bundestagsabgeordneten, sich für Korrekturen starkzumachen.