
Der Tag im Kreis Mettmann (14.11.2023)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.11.2023 16:23
Kreis Mettmann: Apotheker-Streik am Mittwoch
Am Mittwoch (15.11.) werden viele Apotheken geschlossen bleiben - auch bei uns im Kreis Mettmann. Tausende Mitarbeiter aus NRW und anderen Bundesländern wollen gegen die Politik von Gesundheitsminister Lauterbach demonstieren. Grund ist die sich erheblich verschlechterte wirtschaftliche Lage der Apotheken. Dazu hätten die nicht enden wollenden Lieferengpässe bei Arzneimitteln geführt. Aber auch stark steigende Personalkosten und der Fachkräftemangel, kritisiert die Apothekerkammer Nordrhein. Eine Versorgung mit Medikamenten bleibt morgen aber über die Notdienst-Apotheken sichergestellt.
Uniklinik Düsseldorf: Hunderte legen Arbeit nieder
An der Düsseldorfer Uniklinik haben am Dienstag (14.11.) 550 Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt. Zu dem eintägigen Warnstreik hatte ver.di aufgerufen. Laut der Gewerkschaft wirke sich der eintägige Streik auch auf den OP-Bereich aus. Notfälle würden aber behandelt. Notfalls würden streikende Mitarbeiter einspringen. Das sei so zwischen Arbeitgebern und ver.di vereinbart, heißt es von der Gewerkschaft. Am Mittwoch (15.11.) sind die Beschäftigten an den Unikliniken Essen und Köln, sowie in verschiedenen Behörden zum Streik aufgerufen. ver.di fordert für den öffentlichen Dienst 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 500 Euro.
Heiligenhauser "Haus Selbeck" Thema in der Politik
Der Heiligenhauser Sozialausschusses berät am Mittwoch (15.11.) über die zukünftige Nutzung von "Haus Selbeck". Der Neubau sollte ursprünglich als Beatmungs-WG genutzt werden. Aus diesen Plänen wurde aber nichts und die Stadt Heiligenhaus hat das Gebäude bei einer Zwangsversteigerung gekauft. Dann war bekannt geworden, dass es als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden soll - dagegen hatte sich Widerstand formiert. Anwohner wünschen sich, dass dort Angebote für Kinder und Familien hinkommen. Die Heiligenhauser CDU schlägt jetzt eine Mischnutzung vor. "Haus Selbeck" solle nicht ausschließlich als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden, stattdessen solle es eine Mischnutzung von verschiedenen sozialen Einrichtungen geben; Kindetagesstätten, Seniorenwohngemeinschaften und vielleicht auch ein Ärztehaus. Final wird das Thema im Dezember im Heiligenhauser Rat bespochen.
Erkrath: "Nie wieder ist jetzt"
"Nie wieder ist jetzt". Mit dieser deutlichen Botschaft hat das Land NRW eine Kampagne gestartet. Unter den Kommunen im Land, die sich an der Kampagne beteiligen, ist auch die Stadt Erkrath. Das Ziel: Sich gemeinsam gegen Hass und Hetze einzusetzen. Der eskalierte Nahostkonflikt sorgt seit einigen Wochen auch hierzulande für neuen antisemitischen Hass und Hetze gegen Juden. Auch rund 80 Jahre nach dem Holocaust sei es daher eine gemeinsame Verantwortung, für unsere freiheitlichen Werte einzustehen. Genauso wie für ein friedvolles Zusammenleben aller Kulturen und Religionen in Erkrath, NRW und der ganzen Welt, sagt Erkraths Bürgermeister Christoph Schultz. Neben der Kampagne hat das Land NRW einen 10-Punkte-Plan gestartet. Mit dem sollen Angebote gefördert werden, die sich gegen Antisemitismus und Israel-Hass - und für einen gemeinsamen Austausch einsetzen.