
Der Tag im Kreis Mettmann (11.10.2022)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
Veröffentlicht: Montag, 10.10.2022 22:00
Flüchtlingsgipfel: Keine Besserung für unsere Städte
Für die Städte im Kreis Mettmann hat der Flüchtlingsgipfel so gut wie keine brauchbaren Ergebnisse gebracht. Von den 4.000 zusätzlichen Plätzen bundesweit werden die Städte kaum profitieren. Seit Kriegsbeginn sind etwa eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Selbst mit den neuen Immobilien zusammen stellt der Bund nur rund 68.000 Plätze zur Verfügung. Ungeklärt blieb auch die Finanzierung: Hilden und Velbert sagten, die Mittel des Bundes reichten bei weitem nicht aus, um ihre Kosten zu decken. Velbert beklagt außerdem, dass vorsorglich geschaffene Plätze, die dann leer bleiben, nicht vom Bund refinanziert werden.
Neue Tonnen für 9 Kreisstädte
Die Haushalte in den meisten Städten im Kreis Mettmann bekommen bald neue Gelbe Tonnen. Mit der Ausnahme Velberts wird die Abfuhr der Gelben Tonnen ab kommendem Jahr nicht mehr von Awista übernommen. Den Zuschlag hat jetzt die Firma RMG bekommen - und die bringt ihre Tonnen und Container mit. Die neuen Gelben Tonnen werden ab der ersten Novemberwoche an die Haushalte im Kreisgebiet ausgeliefert. Bis Ende des Jahres werfen Bürger im Kreis ihren Verpackungsmüll aber noch in die alten Tonnen von Awista, weil RMG erst ab Januar übernimmt.
Gefangenentransport in Haan verunfallt
In Haan-Gruiten ist heute mittag ein Gefangenentransport verunglückt. Ein Gefangener sollte von Mülheim aus in die JVA Wuppertal gefahren werden. In Haan Gruiten verlor der Fahrer aber auf der Vohwinkeler Straße die Kontrolle und pralle gegen die Hauswand eines Bauernhofs. Fahrer, Beifahrer und Gefanger wurden verletzt. Die Polizei geht von einem Unfall aus, Hinweise auf einen versuchten Gefangenenausbruch gebe es nicht.
Alkoholismus wird beim Arzt selten thematisiert
In den Hausarztpraxen bei uns wird nicht ausreichend über Alkoholismus gesprochen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf. Unter den von der Uni befragten, regelmäßigen oder harten Trinkern gaben nur 12 Prozent an, vom Hausarzt direkt nach ihrem Alkoholkonsum gefragt worden zu sein. Nur fünf Prozent bekamen dann den ärztlichen Rat, ihren Konsum zu reduzieren. Und gerade einmal anderthalb Prozent bekamen konkrete Unterstützung angeboten. Die Macher der Studie fordern eine bessere Vergütung für Ärzte, die Patienten in solchen Fällen beraten.