
Der Tag im Kreis Mettmann (10.08.2026)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
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A3-Ausbau bleibt umstritten
Der Protest gegen den geplanten Ausbau der A3 auf acht Spuren zwischen Hilden und Leverkusen geht weiter. Die Bürgerinitiative "3reicht!" hat sich eigenen Angaben nach jetzt erneut an das Bundesverkehrsministerium gewendet. Die Initiative sagt, die Autobahn GmbH will eine zeitweise Freigabe des Seitenstreifens als Alternative nicht weiterverfolgen. Lena Bauer mit den Einzelheiten: Die Bürgerinitiative fordert stattdessen, die Seitenstreifenfreigabe noch einmal zu prüfen. Eine Machbarkeitsstudie von 2022 hatte diese Variante grundsätzlich positiv bewertet. Laut Initiative könnte sie deutlich günstiger umgesetzt werden und würde wesentlich weniger zusätzliche Fläche benötigen als ein achtspuriger Ausbau. Außerdem erreiche sie einen Großteil der zusätzlichen Verkehrskapazität. Auch die Anrainerstädte, der Kreis Mettmann und die zuständigen IHKs hatten sich für eine solche Lösung ausgesprochen. Die Autobahn GmbH hält nach Angaben der Initiative dagegen weiter am achtspurigen Ausbau fest.
Rheinpegel macht Probleme
Das historische Niedrigwasser am Rhein belastet laut IHK NRW zunehmend die Wirtschaft. Viele Binnenschiffe könnten aktuell weniger als ein Viertel ihrer üblichen Fracht transportieren. Die IHK unterstützt deshalb den Vorschlag für eine nationale Niedrigwasser-Taskforce. Der Rhein fließt bei Monheim auch direkt am Kreis Mettmann entlang. Durch die niedrigen Wasserstände müssten Unternehmen mehr Transporte einplanen oder Güter auf Straße und Schiene verlagern. Die IHK fordert deshalb eine bessere Koordination der Verkehrswege, damit es nicht zu größeren Engpässen kommt.
72 Stunden reanimieren
In Wülfrath planen Notfallsanitäter-Azubis einen ungewöhnlichen Weltrekordversuch. Ab Freitag (14.08) soll am Zeittunnel eine Übungspuppe 72 Stunden lang reanimiert werden. Ziel ist es, den Weltrekord zu brechen. Der liegt aktuell bei 60 Stunden, heißt es vom DRK Wülfrath. Durch die Aktion sollen mehr Menschen für die Herz-Lungen-Wiederbelebung sensibilisiert werden. Ein besonderes Highlight ist für den 16. August geplant: Dann wird der Rekordversuch in einem Intensivtransporter von Wülfrath nach Schwelm verlegt, wo er am 17. August endet. Für den Weltrekordversuch werden Freiwillige gesucht.