
Der Tag im Kreis Mettmann (10.06.2026)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.06.2026 14:56
Urteil im Fall CO-Pipeline: Gericht gibt Städten Recht
Das Land NRW hat es im Jahr 2007 zu Unrecht ermöglicht, diverse Grundstücke für den Bau der CO-Pipeline in Besitz zu nehmen - noch vor Einleitung und Abschluss des eigentlichen Enteignungsverfahrens und der Eigentumsübertragung. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden und den Klagen der Städte Erkrath, Langenfeld und Düsseldorf weitgehend stattgegeben. Zur Begründung hieß es vom Gericht: Die Bezirksregierung Düsseldorf habe sich nicht damit befasst, dass sie dem Träger des Vorhabens eine zeitliche Frist hätte setzen müssen, um belastete Eigentümer vor einer unverhältnismäßig schnellen Inanspruchnahme ihres Eigentums zu schützen.
Ratingen: Hotel Mercure wird Asylgrenzeinrichtung
Ein ehemaliges Hotel im Ratinger Norden wird übergangsweise zu einer Einrichtung für Asylgrenzverfahren. Geflüchtete mit einer geringen Bleibeperspektive warten dort dann auf ihre Rückführung. Eine entsprechende Entscheidung hat die Landesregierung gefällt, wie die Stadt Ratingen mitteilt. Das ehemalige Hotel Mercure am Kreuz Breitscheid ist aktuell noch eine zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE), wo derzeit 300 bis 400 Personen unterkommen können. Voraussichtlich ab Anfang 2027 sollen dort maximal 60 Personen für maximal sechs Monate untergebracht werden. Die Unterbringung ist dann Teil der Gemeinsamen Europäischen Asylstrategie (GEAS), auf die sich die EU - Länder und das Europäische Parlament im Jahr 2024 geeinigt hatten. Geplant ist, die Einrichtung in Ratingen bis Mitte 2028 zu betreiben. Danach sollen die Personen in einem neuen Zentrum am Düsseldorfer Flughafen unterkommen.
WM-Rudelgucken: Snacks und Getränke sind teurer geworden
Die Fußball-WM wird für Fans hier bei uns in der Region deutlich teurer als noch vor vier Jahren. Das zeigen neue Zahlen des Landesstatistikamts IT.NRW. Wer zur WM mit Freunden Fußball schaut oder den Grill anwirft, muss heute deutlich mehr bezahlen als bei der Weltmeisterschaft 2022. Besonders stark gestiegen sind die Preise für Bier und alkoholfreie Getränke – jeweils um mehr als 20 Prozent. Snacks wie Salzgebäck oder Süßigkeiten kosten inzwischen ebenfalls deutlich mehr. Auch Bratwürste und Brötchen wurden teurer. Kartoffeln und Ketchup kosten heute aber weniger als noch vor zwei Jahren.