
Der Tag im Kreis Mettmann (07.03.2022)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
Veröffentlicht: Montag, 21.02.2022 23:00
Hilfe für ukrainische Flüchtlinge
Deutschlandweit werden Holfangebote für die geflohenen Ukrainer laut, auch im Kreis Mettmann. Die Städte hier bei uns engagieren sich, es gibt aber auch einige private Initiativen. So hat die LKW-Fahrschule FAR Group aus Mettmann jetzt am Wochenende Hilfsgüter an die ukrainische Grenze gefahren. Gleichzeitig wurden 100 Flüchtlinge dort mit Reisebussen eingesammelt. 26 von ihnen sind heute Nachmittag in Mettmann angekommen. Sie sind daraufhin auf Wohnungen verteilt worden, die zur Verfügung gestellt wurden. Von der FAR Group heißt es, dass sich über 3000 Menschen bei ihnen gemeldet haben, um zu helfen.
Ver.di ruft Erzieher zu Streik auf
Die Erzieher und Sozialarbeiter bei uns in der Region kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft Ver.di hat dazu morgen zu Streiks aufgerufen, auch bei uns im Kreis Mettmann.
Die schlechten Arbeitsbedinungen seinen unter anderem ein Produkt des Fachkräftemangels, heißt es von Ver.di. Zur Zeit fehlen über 170.000 Arbeitskräfte in den sozialen Berufen. Die Coronapandemie habe die Situation noch verschärft, dazu gebe es grundsätlich mehr Armut, Isolation und Gewalt in unserer Gesellschaft, teilt die Gewerkschaft mit.
Für morgen sind Demontrationen unter anderem in Ratingen, Wuppertal und Düsseldorf geplant.
Equal Pay Day
Heute ist Equal Pay Day. Der internationale Aktionstag soll auf die Gehaltschere zwischen Männern und Frauen aufmerksam machen. Auch im Kreis Mettmann ist der Schere groß, berichtet die Gewerkschaft Nahrungs-Genuss-Gaststätten. Hier bei uns verdienen Frauen rund 12 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In ganz NRW liegt der Unterschied noch höher, bei 17 Prozent.
Die Gleichberechtigung fehlt nicht nur beim Gehalt: Frauen haben heute zwar öfter Bildungsabschlüsse als Männer, Führungspositionen werden aber weitestgehend von Männern besetzt. Laut NGG unter anderem deshalb, weil Frauen meist nur eine Teilzeitstelle bekommen.
Hochzeiten während Corona
Corona hat die Hochzeiten im Kreis Mettmann kaum gestoppt. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. Demnach haben sich letztes Jahr über 1.700 Paare das "Ja"-Wort gegeben. Im Vergleichszeitraum 2020 waren es gut 60 mehr.
Vor der Corona-Pandemie, im Jahr 2018, wurde etwas mehr geheiratet - da gab es, laut der Landesstatistiker, kreisweit gut 2.500 Eheschließungen.