
Der Tag im Kreis Mettmann (04.12.2023)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
Veröffentlicht: Freitag, 01.12.2023 16:35
Notunterkünfte für Wohnungslose im Kreis Mettmann füllen sich
Der Wintereinbruch und die kalten Temperaturen machen mehreren hundert Wohnungslosen im Kreis Mettmann zu schaffen. Aktuell füllen sich die Anlaufstationen und die Notunterkünfte wieder. In Mettmann, Haan und Erkrath kümmert sich die Caritas-Wohnungslosenhilfe um Menschen, die im Winter keine Wohnung haben. Im Tagestreff in Mettmann gibt es für wenig Geld eine warme Mahlzeit. Dort können sich Betroffene aufwärmen, duschen und Wäsche waschen. Der Tagestreff wird durch Spenden finanziert; auch Sachspenden wie Mützen, Handschuhe, Tee und Kaffee nimmt die Caritas an. Notschlafstellen oder Kältebusse gibt es bei uns, anders als in vielen Großstädten, nicht.
Fahrkartenautomat in Erkrath gesprengt
Am Millrather Bahnhof in Erkrath ist am Sonntagmorgen ein Fahrkartenautomat gesprengt worden. Gegen 7 Uhr wurde ein Anwohner durch einen lauten Knall geweckt - als er den gesprengten Automaten sah, rief er die Polizei. Die suchte sofort nach den unbekannten Tätern, konnte aber niemanden finden. Der Fahrkartenautomat auf Gleis 2 wurde komplett zerstört, die Trümmerteile waren über den Bahnsteig und den Gleisen verteilt. Die Unbekannten sollen außerdem mehrere tausend Euro aus dem Automaten gestohlen haben. Das Gleis musste zeitweise gesperrt werden. Die Polizei Erkrath sucht jetzt nach Zeugen.
Städte im Kreis Mettmann brauchen finanzielle Hilfen
Die Städte im Kreis Mettmann sind finanziell so stark belastet, dass sie die Situation nicht allein bewältigen können - Sie brauchen dringend Hilfen von Bund und Land. Das bekräftigen die kreisangehörigen Städte jetzt nochmal in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Kreishaushalt 2024. Darüber wurde heute auch im Kreisausschuss gesprochen.
Die Städte sprechen von einer finanziell miserablen Situation. Fünf von zehn Städten würden erwarten, für 2024 ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen zu müssen. Der Gesamtschuldenstand aller zehn Städte liege bei mehr als 1,3 Milliarden Euro. Für 2024 rechnen sie damit, dass weitere 150 Millionen Euro fehlen werden. Die Folge seien höhere Gewerbe- und Grundsteuern, weniger Zuschüsse an Vereine und verschobene oder gestrichene Investitionsmaßnahmen. Die Städte fordern unter anderem eine Entlastung bei der Kreisumlage in die sie einzahlen müssen und über die sich der Kreis finanziert.