
Der Tag im Kreis Mettmann (03.05.2022)
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem Kreis Mettmann.
Veröffentlicht: Montag, 02.05.2022 22:00
Razzia wegen gefälschter Impfnachweise
In Hilden, Erkrath und anderen Städten in der Region gab es heute morgen eine Razzia wegen gefälschter Impfnachweise. Mit rund 200 Einsatzkräften war die Bundespolizei im Einsatz. Zehn Personen sollen im großen Stil Impfbescheinigungen gefälscht haben. Dazu sollen sie auch die IT-Infrastruktur einer Apotheke genutzt haben, um die entsprechenden QR-Codes herzustellen. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem Impfpässe, Impf-Aufkleber und falsche Arztstempel beschlagnahmt. Die Ermittler vermuten deshalb, dass die Fälscherbande noch mehr Straftaten im Zusammenhang mit gefälschten Impfnachweisen begangen hat.
Streik: Uniklinik rechnet mit Problemen
Ab morgen wird an der Düsseldorfer Uniklinik wieder gestreikt. Die Uniklinik geht davon aus, dass die Patientenversorgung erheblich leiden wird. Seit einiger Zeit schon können wegen fehlendem Personal nicht immer alle geplanten Behandlungen durchgeführt werden. Das werde sich mit den Streiks ab morgen noch verschärfen, sagt die Uniklinik. Es könne auch passieren, dass ganze Stationen geschlossen werden müssen. Und auch die Notfallversorgung werde eingeschränkt arbeiten müssen, so dass der Rettungsdienst teilweise andere Krankenhäuser anfahren muss.
Zahl ukrainischer Schüler steigt deutlich
Mehr als 400 ukrainische Kinder und Jugendliche besuchen inzwischen die Schulen im Kreis Mettmann. Das NRW-Schulministerium hat die neuesten Zahlen von Ende April veröffentlicht. Schon Ende März war von den insgesamt gut 1.000 neu zugewanderten Schülern mehr als ein Fünftel aus der Ukraine. Dass sich der Konflikt in ihrem Heimatland zuspitzt, war dann vor allem in den letzten Wochen zu spüren. In der letzten Aprilwoche war bereits mehr als jeder vierte neu zugewanderte Schüler im Kreis Mettmann aus der Ukraine. Die allermeisten waren laut Schulministerium im Grundschulalter.
NGG: Arbeitsschutz zu selten kontrolliert
Im Kreis Mettmann wird der Arbeitsschutz zu selten kontrolliert. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Sie weist aber auch darauf hin, dass es den zuständigen Ämtern oft an Personal fehle. Das müsse die Politik ändern. Laut NGG gibt es allein im Kreis Mettmann aktuell mehr als 13.000 Betriebe. Geteilt durch die Anzahl der vorhandenen Arbeitskräfte, müsste sich ein Kontrolleur landesweit um über 1.200 Betriebe kümmern. Mit dieser Quote sei effektiver Arbeitsschutz kaum möglich, sagt die Gewerkschaft.