
Bilanz der Kontrollaktion
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung zieht Bilanz zur gestrigen Kontrollaktion (4. März) gegen Problemimmobilien und Sozialleistungsmissbrauch.
Veröffentlicht: Donnerstag, 05.03.2026 13:14
Im Rahmen der Aktion führten Zoll, Polizei und Jobcenter landesweite Kontrollen in zehn Städten durch, darunter auch in Langenfeld und Velbert. Insgesamt wurden rund 265 Wohneinheiten überprüft. Die Kontrollen lieferten wichtige Hinweise auf Vermietergeflechte, die gezielt minderwertigen Wohnbestand an zugewanderte Menschen vermieten, wie die Staatskanzlei NRW mitteilte. Für acht Wohnungen mussten aufgrund erheblicher Mängel sofortige Nutzungsuntersagungen erlassen werden. Bei über 200 Personen (203) besteht der Verdacht auf unrechtmäßigen Bürgergeldbezug, und in einigen Fällen (22) besteht Verdacht auf Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Kindergeld. Zudem wurden mehr als 200 Meldeverstöße (224) und neun lebensbedrohliche Mängel im Bereich des Brandschutzes festgestellt. Die Kontrollaktion war in ihrer Größenordnung bundesweit einzigartig.
Aus Sicht der Stadt Velbert
Die Stadt Velbert zieht Bilanz zur gestrigen Kontrolle von Problemimmobilien und Sozialleistungsmissbrauch.
In 18 Fällen gab es Unstimmigkeiten zwischen gemeldeten und tatsächlichen Bewohnerinnen und Bewohnern.
Die Kontrollen deckten außerdem gravierende Mängel im Bereich Brandschutz und Baurecht auf, heißt es von der Stadt Velbert. Treppenräume waren durch Sperrgut blockiert, Rettungswege teilweise unzugänglich und Fenster ließen sich nicht öffnen oder waren zugestellt, was die Rauchabzüge einschränkte. Zudem ging die Polizei im Zuge der Kontrollmaßnahmen drei offenen Haftbefehlen nach.
Aus Sicht der Stadt Langenfeld
Auch die Stadt Langenfeld zieht Bilanz zur gestrigen Kontrolle von Problemimmobilien und Sozialleistungsmissbrauch. Die Einsatzkräfte stellten in Reusrath 12 Scheinwohnungen fest, die jetzt abgemeldet werden. Bei sieben Personen ist der Aufenthaltsstatus unklar und an einer Adresse befanden sich nicht angemeldete Büroräume und Lager. Die Polizei verfolgt den Verdacht der Schwarzarbeit und hat das Hauptzollamt informiert.
Bürgermeister Gerold Wenzens betont die Bedeutung der Beteiligung an überörtlichen Netzwerken und Aktionstagen, heißt es von der Stadt Langenfeld. Die Kontrollaktion war nach Angaben der Staatskanzlei einzigartig in ihrer Größenordnung.