
Anschlag in Ratingen: Details über den Angeklagten
Im Prozess um den Anschlag auf Rettungskräfte in Ratingen fordert die Staatsanwaltschaft heute, am vierten Prozesstag, lebenslang für den Angeklagten.
Veröffentlicht: Montag, 11.12.2023 17:00
Dazu gehört auch der Antrag auf Feststellung zur besonderen Schwere der Schuld. Staatsanwaltschaft und Nebenklage haben heute mit den Plädoyers begonnen. Zuvor war ein Gutachter gehört worden, der sich zum Angeklagten geäußert hatte. Nach einem psychiatrischen Gutachten sei der 57-Jährige voll schuldfähig. Die Corona-Pandemie habe in der Gedankenwelt des Angeklagten eine große Rolle gespielt, so die Deutsche Presseagentur (dpa). Die Covid-Impfung bezeichnete er in handschriftlichen Notizen als "Impfstoff des Teufels", staatliche Institutionen wie das Arbeitsamt als "Werkzeuge des Teufels". Der Angeklagte lebte zuletzt mit seiner Mutter zusammen. Als sich im vergangenen Jahr der Gesundheitszustand der Mutter verschlechterte, schrieb der Ratinger wütende Briefe an Ärzte und Krankenkassen. Der 57-jährige Ratinger hat heute auf den Tag genau vor sieben Monaten in einem Hochhaus in Ratingen-West Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und dem DRK angegriffen und zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Opfer hatten Ende vergangener Woche vor Gericht ausgesagt.