
Altschulden: Entlastung, aber keine Entspannung
Das Land NRW plant kommunale Altschulden zu übernehmen. Städte wie Velbert, Erkrath und Mettmann profitieren, doch die finanzielle Lage bleibt angespannt.
Veröffentlicht: Freitag, 23.01.2026 05:13
Einige Städte im Kreis Mettmann blicken finanziell optimistischer in die Zukunft. Grund dafür ist die Ankündigung des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), kommunale Altschulden zu übernehmen. Trotz dieser Entlastung bleibt die finanzielle Lage angespannt, wie die Städte auf Nachfrage berichten.
Das Land NRW plant, einen erheblichen Teil der Altschulden zu übernehmen. Für Velbert bedeutet dies eine Entlastung von rund 64 Millionen Euro, während Erkrath und Mettmann jeweils etwa 24 Millionen Euro erhalten. Trotz dieser hohen Summen sind neue Investitionen weiterhin kaum möglich. In Velbert wird auf steigende Sozialausgaben und zusätzliche Aufgaben hingewiesen, die von Bund und Land nicht ausreichend finanziert werden.
Außerdem kritisieren Erkrath und Mettmann, dass der Bund sich bislang nicht an der Schuldenübernahme beteiligt. In Wülfrath wird die Initiative des Landes zwar als positiver Schritt bewertet, doch auch hier bleibt die finanzielle Situation angespannt.