
Aktion gegen Catcalling im Kreis Mettmann
Anzügliche Gesten, Pfiffe und sexistische Kommentare - für solche Formen verbaler sexueller Belästigung hat sich der Begriff "Catcalling" etabliert. Strafbar sind solche Äußerungen in Deutschland nicht.
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.06.2022 03:45
Studien haben aber gezeigt, dass sie bei Betroffenen zu Ängsten, Verunsicherung und psychischen Erkrankungen führen können.
Darauf weisen der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer Mettmann und die Kreisverwaltung hin. Sie setzen deutliche und vor allem sichtbare Zeichen, um darauf aufmerksam zu machen: Die Auffahrt zur Kreisverwaltung in Mettmann ist zu einer Art Anklagetafel geworden. Mit bunter Kreide stehen dort Sprüche, die sich Mädchen und Frauen auf offener Straße anhören müssen.
Frauen und Männer können ihre erlebten Catcalls mit Kreide auf den Asphalt schreiben, fotografieren und das Foto per Mail an den SKFM schicken. Es geht aber auch ohne Foto. Daraus wird eine Wanderausstellung entstehen.
Infos zur Fotoausstellung
Originaltext des Kreises Mettmann: Die Aktion soll nachhaltig sein und längerfristig etwas in Bewegung setzen. Aus diesem Grund werden Catcalls bis nach den Sommerferien gesammelt. Dazu können Frauen und Männer ihre erlebten Catcalls mit Kreide auf den Asphalt schreiben, fotografieren und das Foto per E-Mail bis zum 9. August 2022 an den SKFM Mettmann: sexualisiertegewalt@skfm-mettmann.de schicken.
Wer keine Kreide zur Hand hat, kann die Catcalls auch ohne Foto an diese Mailadresse senden.
Gerne können Betroffene dazu schreiben, wo sie das Catcalling erlebt haben und welche Gefühle es in ihnen ausgelöst hat.
Aus allen eingesendeten Catcalls wird der SKFM eine Wanderausstellung erstellen, die im nächsten Jahr (2023) an mehreren Orten im Kreis Mettmann ausgestellt wird.